Waldrapp: Projekt in Burghausen und der Welt

Waldrapp: Projekt Burghausen

2016:

Saison 2016 in Burghausen beendet! Da inzwischen keine Waldrappen mehr zu der Brutnische zurückkommen, haben wir die Lockfütterung eingestellt. Damit ist auch die tägliche Öffnung an der Pulverturm-Brutnische beendet.

 

"Jazu" am 28. 3. angekommen! Erster Nachwuchs am 9. 5. geschlüpft! Ab 18. 5. waren die Waldrappen im Freiflug!

 

 

 

 

Neuer Platz der Brutnischen seit 2015!

Seit 2015 sind die Brutnischen nicht mehr im Brunnenfeld sondern an der Wehrmauer am Pulverturm vor der prächtigen Kulisse der Burg. Zwischen 16 und 17 Uhr können Besucher bei gutem Wetter bei der Lockfütterung den Waldrappen und ihrer Jungen zusehen und mit Experten sprechen. Kostenlose Führungen für die Saison 2016 vereinbaren Sie bitte über burghausen(at)waldrapp.eu oder das Umweltamt Burghausen (Tel: 0049 - 8677 887308).

Sie erreichen die neuen Brutnischen am einfachsten, wenn Sie vom Parkplatz am Finanzamt starten, den Fußweg hoch zum Pulverturm folgen und dort an der Mauer hinunter zur Salzach ca. 100 m über eine Wiese bis zu einem Tor gehen. Dort durch die Mauer auf die andere Seite, und Sie sehen links auf dem ehemaligen Wehrgang die Brutnischen (Lageplan).

 

Kurzer Überblick

Wollen Sie sich schnell erkundigen, was in Burghausen bezüglich Waldrapp "gelaufen" ist und was wir erhoffen, dann klicken Sie doch die Chronik an, eine Chronik von 1517 bis 2019! Mehr Info weiter unten. 
Über diesen und andere Waldrapp-Standorte berichtet die EU-Webseite des Waldrappteams.

Mitarbeiterinnen des Waldrappteams haben zwei Bachelorarbeiten zum Thema geschrieben:
1. Corinna Esterer "Situationsanalyse zur illegalen Vogeljagd auf Zugvögel; Fallbeispiel Waldrapp"

2. Anne-Gabriela Schmalstieg "Der Waldrapp als Zeigerart für den Lebensraum Kulturland in Salzburg"; diese Datei ist zu groß, um sie hier hochzuladen, wenn Sie daran Interesse haben, schreiben Sie mir bitte.

Hier News der letzten Jahre:

News 2015

News 2014

News 2013

News 2012

News 2011

Brut und Migration 2015

Seit 2015 sind die Brutnischen nicht mehr im Brunnenfeld sondern an der Wehrmauer am Pulverturm vor der prächtigen Kulisse der Burg. In der Waldrappsaison von etwa Anfang April bis Anfang August, zwischen 15:30 und 16:30 Uhr können Sie bei gutem Wetter bei der Lockfütterung den Waldrappen und ihrer Jungen zusehen und mit Experten sprechen. Kostenlose Führungen vereinbaren Sie bitte über burghausen(at)waldrapp.eu oder das Umweltamt Burghausen (Tel: 0049 - 8677 887308).

Sie erreichen die neuen Brutnischen am einfachsten, wenn Sie vom Parkplatz am Finanzamt starten, den Fußweg hoch zum Pulverturm folgen und dort an der Mauer hinunter zur Salzach ca. 100 m über eine Wiese bis zu einem Tor gehen. Dort durch die Mauer auf die andere Seite, und Sie sehen links auf der Innenseite der Burgmauer, auf dem ehemaligen Wehrgang, die Brutnischen.

 

Brut und Migration 2014

Kommen Sie doch mal im Brunnenfeld bei Bergham/Burghausen vorbei und schauen Sie den Vögeln zu! Die "beste Zeit" ist vielleicht zwischen 16 und 17 Uhr, wenn eine "Lockfütterung" mit wenigen Mehlwürmern stattfindet; wenn Sie speziellere Informationen zu dem Projekt möchten, verabreden Sie sich bitte mit Pablo Przesang (Tel: 0157 71703065).

Seit dem 1. 1. 2014 unterstützt die EU über ein LIVE+-Projekt, siehe "Brut und Migration 2013", das Waldrappteam. Seit dem 25. 3. sind Hella und Jazu selbständig aus dem Winterquartier in der Toskana nach Burghausen zurückgekehrt, seit dem 29. 3. verbreiten zusätzlich drei Brutpaare aus Zoos Brutstimmung; seit dem 9. 4. ist ein dritter Waldrapp und inzwischen ein vierter und fünfter aus Italien angekommen. Ab dem 12. 4. sind diese Waldrappe im Freiflug. Am 1. Juni sind schon 7 Küken geschlüpft, 5 Eier werden noch bebrütet; 13 erwachsene Waldrappe fliegen herum und suchen Futter. Leider wurde einer der brütenden Waldrappe am 6. Juni bei der Futtersuche in Hochburg/Ach mit einem Luftgewehr angeschossen; das Waldrappteam plant eine Anzeige gegen Unbekannt, siehe mehr Info.  Seit Anfang Juli fliegen die ersten Kücken schon umher und suchen sich selbst ihr Futter.

Für das 1. Quartal 2014 gibt es auch schon einen Quartalsbericht.



In Salzburg findet 2014 ein Training mit einer 15 köpfigen, von Andrea handaufgezogenen Waldrappkükengruppe statt, und zwar bei Anif

 

 


Hier finden Sie einige Waldrapp NEWS 2014

 

 

 


Brut und Migration 2013

Ein Jahresbericht 2013 erzählt über den Lauf in diesem Jahr.

(17. 11. 2013) Die Herbstmigration der Burghauser und Salzburger Waldrappe ist erfolgreich beendet, keine Verluste durch Wilderei, ... Näheres unter "News 2013".

(29. 8. 2013) Die "Burghauser Waldrappe" halten sich kaum mehr an der Voliere sondern in der weiteren Umgebung auf. Demnächst werden die flugerfahrenen Waldis wohl in den Süden aufbrechen und die Jungen mit nehmen.

(15.7.2013) Der "Schweizer Waldrapp", der sich auf dem Flug nach Italien verirrt hat und entgegen aller Prognosen in der schweiz überwintert hat, ist nach Burghausen zurückgekommen. Weil er aber dieses Flugverhalten nicht den inzwischen 6 fllüggen jungen Waldrappen einprägen soll, wird er Ende Juli gefangen und mit dem Auto in das Wintergebiet gebracht.

(9. 7. 2013) Inzwischen sind 6 junge Waldrappe schon fast flügge! Die große Verlustzahl an jungen Waldrappen erklärt sich einmal aus dem aggressiven Verhalten eines dominanten, migrierenden Altvogels, der zur diesjährigen Brut zu spät kam und seinen erfolgreichen "Nebenbuhler" so stark attackierte, dass die Brut vernichtet wurde, teils auch aus dem extrem kalten und verregneten Frühjahr.  

(1. 6. 2013) Die Brutsaison 2013 begann am 22. 3. 2013, als 7 Brut- und Burghausen-erfahrene Waldrappe in die Voliere am Brunnenfeld (Burghausen, Bergham/Laimgrube) gebracht wurden. Die Waldrappe begannen - aus den Transportkartons ausgepackt - sofort mit dem Balzen! In den ersten Wochen war wegen des kalten Wetters die Betreuung schwierig. Nach und nach kamen weitere 10 Vögel mit Zugerfahrung aus dem Wintergebiet in Italien und am 16. 5. wurden 7 Nester mit ca. 20 Eiern bebrütet, erste Küken sind schon geschlüpft. Balácz Joó, ein ungarischer Student, und Martin Lell (bis ca. 20. 5.) nehmen derzeit verhaltensbiologische Daten auf. Seit dem 20. April sind die Waldrappe im Freiflug und werden nicht mehr gefüttert.

16. 5.: Waldrapp goes LIVE+! 
Das von Dr. Johannes Fritz beantragte LIVE+-Projekt "Wiedereinbürgerung des Waldrapps nördlich der Alpen" wurde mit großer Zustimmung der Expertenkommission genehmigt: Damit wird der Aufbau von drei migrierenden, selbständigen Waldrappkolonien nördlich der Alpen (Burghausen, Salzburg und ein 3. Standort (Passau?)) und ein Öffentlichkeitsprogramm gegen die Vogelwilderei von der EU gefördert; Gesamtwert 4,36 Mio €, davon bringt das Waldrappteam 50% selbst auf, die restlichen 50% finanziert die EU. Das Projekt läuft vom 1. 1. 2014 bis zum 31. 12. 2019.

 

 


Migration 2012

Die Migration 2012 hat wieder High-Lights, allerdings auch Low-Lights produziert! Mehrere Vögel sind selbständig aus dem Überwinterungsgebiet in der Toskana nach Burghausen geflogen. Goja kam am 2. 4. als erste in Burghausen an! Goja ist damit der erste freifliegende Waldrapp, der eigenständig (wie schon 2011) und rechtzeitig zur Brut (2011 im Sommer erst im Juli und damit zu spät für die Brut) aus dem Winterquartier nach Burghausen gekommen ist! Eine Sensation! In der Brutvoliere in Burghausen warteten fünf Vögel, die Brutlaune verbreitet haben. Anfang August 2012 kam nun auch Jazu in Burghausen an: Jazu ist der erste Waldrapp seit der Ausrottung in der frühen Neuzeit, der ohne Menschenbegleitung auf natürliche Art von Goja aus Burghausen in das Winterquartier geführt wurde (2011), sich dabei den Weg eingeprägt und nun selbständig die Rückkehr nach Burghausen geschafft hat! Es fehlt nur noch die erfolgreiche Brut von Jazu, damit alle Glieder einer künftigen Wiedereinbürgerung vorgeführt wurden!
Schlimm: Bei dem Flug in das Winterquartier in der Toskana wurden im Oktober 4 Waldrappe von italienischen Wilderern erschossen, u.a. auch Goja mit einem der beiden Jungvögel, die sie mitgenommen hatte. Ein positiver Punkt dabei: Aufgrund der engen Verfolgung der Vögel mit den elektr. Trackern konnte das Waldrappteam die schwerverletzten Vögel nach kürzester Zeit finden und einen Wilderer identifizieren. Ein Straf- und Zivilprozess könnte ein Meilenstein im Kampf gegen die Vogelwilderei werden!

Die Kreisgruppe Altötting im Bund Naturschutz und die Ortsgruppe Burghausen unterstützen dieses Projekt personell (Betreuung der Voliere auf dem Brunnenfeld (eine Google-Map zeigt den genauen Ort, bitte anklicken)) und materiell (Nahrung für die Waldrappe); Sie können Goja in der Brutvoliere an den beiden goldenen Beringungen erkennen (ein Scherz: Das sind die beiden Goldmedaillen, die sie 2011 und 2012 als jeweils Erste Räppin in den Disziplinen "Alpenüberquerung" und "Alpenüberquerung mit Brut (hoffentlich!)" bekam! Aber: Solch ein Zufall! Ein weiterer Zufall: Sowohl 2011 als auch 2012 war Michael Schroll vom Waldrappteam an der Voliere, als Goja aufgetaucht ist!).

Seit 2002 ist das eine Projekt der Bund Naturschutz Ortsgruppe, das wir damals zur Landesgartenschau 2004 nach Burghausen gebracht haben, mit den heutigen Erfolgen aus unserer Sicht ein nachhaltiges Projekt. Haben Sie Interesse mitzuhelfen? Dann melden Sie sich bitte bei 
Dr. Ernst-Josef Spindler, Tel: 08677 62683, E-Mail: ernst-josef.spindler(at)web.de . Siehe auch unter News 2012.

 


Migration 2011

28. Juli 2011: Eine Sensation! Goja ist der erste Waldrapp, der seit etwa 400 Jahren wieder aus einem Überwinterungsgebiet (Toskana) allein in ein Gebiet nördlich der Alpen (Burghausen) zurückgekehrt ist!
Sensationell sind weitere fünf Waldrappen der Genaration 2010 (Burghausen) im August zurück über die Alpen geflogen und ebenso.
Sensationell ist inzwischen ein guter Teil dieser Ausflügler auch wieder selbständig in das Winterquartier zurückgekehrt und hat einen der 2011 in Burghausen aufgezogenen Waldrappen mit geführt!
Mehr dazu unter Migration 2011 oder unter NEWS 2011 

 


 DIE ORTSGRUPPE DES BN IN BURGHAUSEN HAT SICH U.A. SEIT MEHREREN JAHREN MIT DEM THEMA „WALDRAPP“ BESCHÄFTIGT. DER WALDRAPP (GERONTICUS EREMITA) WURDE IN DER FRÜHEN NEUZEIT NÖRDLICH DER ALPEN AUSGEROTTET. DIESER EINZIGE EUROPÄISCHE IBIS KÖNNTE AUCH IN BURGHAUSEN GELEBT HABEN. DIE SICHER NACHGEWIESENEN VORKOMMEN IN PASSAU UND SALZBURG LEBTEN IN ÄHNLICHEN GEOLOGISCHEN FORMATIONEN (NAGELFLUHABBRÜCHE AN DER SALZACH) WIE ES SIE AUCH IN BURGHAUSEN GIBT. ES GIBT AUCH EINE MITTELALTERLICHE STADTANSICHT VON BURGHAUSEN, AUF DENEN MIT EINIGER SICHERHEIT WALDRAPPE ABGEBILDET SIND (SIEHE HIER UNTEN). 

 

MEHR INFORMATION AUCH ZUR BEDEUTUNG DER BURGHAUSER AKTIVITÄTEN FÜR DEN WELTWEIT SEHR BEDROHTEN VOGELS FINDEN SIE AUF DER neuen WEBSEITE DES ÖSTERREÍCHISCHEN WALDRAPPTEAMS. INFORMATIONEN ZU DEN MIGRATIONEN UND ÄHNLICHEN AKTIVITÄTEN IN BURGHAUSEN FINDEN SIE WEITER UNTEN.


Informationen zu früheren Aktivitäten hier in Burghausen